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Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine Bezeichnung für eine multikausale Gesundheitsstörung mit ganz individuell unterschiedlichen Symptomen. Das weite Spektrum dieser Symptome ist in der Regel fachübergreifend medizinisch und zahnmedizinisch. Dabei nehmen die Betroffenen vordergründig oftmals über Monate und Jahre andauernde zermürbende Schmerzen in der Kiefergelenksregion wahr. Allerdings muss sich eine CMD nicht immer derart schmerzhaft äußern. Häufige weitere Symptome sind u.a. Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Lichtempfindlichkeit, Herzrasen und Panikattacken sowie Probleme bei der Stressbewältigung, wobei Letzteres sowohl Ursache als auch Auswirkung einer CMD sein kann. Nicht selten entpuppt sich eine vermeintliche Migräneerkrankung in Nachhinein als CMD.

Häufig liegt einer CMD ursächlich eine Okklusionsstörung unterschiedlicher Genese zugrunde (Okklusionsänderung durch Zahnwechsel, unvollendete Kieferorthopädie, Zahnverlust etc.), also eine mechanische Störung des Kauorgans, wobei es zum Verlust einer sicheren Oberkiefer-Unterkiefer-Verzahnung und einem Abrutschen des Unterkiefers kommt, der keine sicherer Ruheposition mehr findet. Oftmals werden zahnmedizinische Maßnahmen erforderlich.

Die Ermangelung einer sicheren Unterkiefer-Ruheposition und das Abgleiten an den Zähnen des Oberkiefers bedingt sogenannte Parafunktionen, d.h. Koordinationsstörungen des Unterkiefers und „Zähnereiben“ sowie Zähneknirschen (Bruxismus). Schätzungsweise leiden etwa 30 Prozent der Erwachsenen sowie weit über 50 Prozent aller 12-Jährigen unter Bruxismus. Bei Weitem nicht jeder Bruxismus führt in eine Craniomandibuläre-Dysfunktion. Die Inzidenz dieser Erkrankung der Bevölkerung liegt dagegen bei nur etwa 8-10 Prozent.

Neben zahnmedizinischen Pathogenesen kommen differenzialdiagnostisch genauso auch orthopädisch, chirurgisch, neurologisch, psychologisch, hals-nasen-ohrenärztlich oder auch suchtmedizinisch bedingte Ursachen in Betracht.

Wir bieten Ihnen daher eine fachübergreifende medizinisch-zahnmedizinische Expertise und klar definierte bewährte Therapien mit überzeugend hoher Erfolgsrate.

Der weit überwiegende Teil der CMD-Patienten (deutlich über 95 Prozent) kann heute konservativ behandelt werden, d.h. die Indikation für große Operationen am offenen Kiefergelenk oder gar der Austausch eines oder beider Gelenke und Ersatz durch eine Kiefergelenk-Endoprothese ist sicherlich eher eine Rarität; aber selbst auch minimalinvasive Eingriffe stellen glücklicher Weise eine Ausnahme dar.

Für weitere Informationen lesen Sie gerne den hier als PDF hinterlegten Überblicksbeitrag von Christian H.W. Marklstorfer über die pathogenetischen  Zusammenhänge  der  Craniomandibulären  Dysfunktion.